7.6.2018: Frieden in Jerusalem

Am Donnerstag, dem 7.6.2018, um 19.00 Uhr spricht Michael Füsgen im Gemeindezentrum Reformationskirche, Am Markt 18, über das Thema “Frieden in Jerusalem”.

Kaum eine andere Entscheidung hat Israel in den letzten Jahren tiefer geprägt und verändert als die Errichtung der Grenzanlagen.

Wie haben die Grenzanlagen, Mauern und Zäune, die in Israel errichtet wurden, das Leben und den Alltag der Menschen dies- und jenseits der Grenzanlagen verändert?

Wie kam es dazu, dass diese Grenzanlagen errichtet wurden? Was und wer sprach sich dafür und dagegen aus? Hat es durch die Errichtung der Sperranlagen mehr „Frieden“ gegeben? Kann man vom Frieden sprechen, wenn solche Sperranlagen für notwendig gehalten werden?

Der Preis, den die Menschen in Israel und Palästina zahlen, ist hoch! Wege sind nun versperrt und ein (friedliches) Zusammenleben von jungen Israelis mit den Jugendlichen der arabischen Bevölkerung findet im Alltage so gut wie nicht mehr statt.

Jüngere kennen kaum noch die Menschen jenseits der Zäune und Mauern.Das ist besonders für Jerusalem ein Problem.

Seit vielen Jahrhunderten übt Jerusalem auf die verschiedensten Menschen eine besondere Faszination aus. Jerusalem gilt für Israel heute nicht nur als Hauptstadt des Staates Israel. Jerusalem ist ein wichtiges Zentrum für das Judentum, den Islam und das Christentum. Diese drei Glaubensüberzeugungen sind geprägt von der Überzeugung, das gläubigen Menschen von Gott der Frieden geboten ist. Gleichzeitig ist aber der Status Jerusalems in politischer und religiöser Hinsicht eines der Kernprobleme im israelisch-palästinensischen Konflikt.

Wer hat welchen Zugang zur Stadt und zu den heiligen Stätten? Wer kontrolliert diesen Zugang? Wie blicken die unterschiedlichen Konfessionen auf Jerusalem, und können sie einen Beitrag zum Frieden leisten? Stehen besonders die Ansprüche und Überzeugungen der verschiedenen Glaubensrichtungen einer Lösung im Wege und führen zu neuen Grenzen und Begrenzungen? Wie hat sich das Leben in Jerusalem in den letzten Jahren verändert seit der ersten und zweiten Intifada, seitdem Israel begonnen hat Sperranlagen zu errichten und ein Friedensprozess nicht mehr erkennbar ist?

Dozent: Michael Füsgen

Zeit: Do, 07.06.2018, 19:00 Uhr

Ort: Gemeindezentrum Reformationskirche, Markt 18

Wir bitten um Anmeldung in der eeb, E-Mail: info@eeb-hilden.de / Tel.: 02103-53948 oder unter https://www.eeb-hilden.de/kurse-detailansicht/frieden-in-jerusalem-739.html