Corona-Empfehlungen der Landeskirche und Umsetzung in Hilden

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Geschwister,

wir erleben derzeit eine extreme Ausnahmesituation, die allen viel abverlangt. Der Staat versucht mit den ihm zur Verfügung stehenden Mitteln die Verbreitung des Coronavirus einzudämmen. Dabei unterstützen wir ihn nach Kräften, auch wenn das mitunter Maßnahmen von uns fordert, die für unsere Kirche nur schwer auszuhalten sind. So zum Beispiel, dass wir derzeit keine Gottesdienste gemeinsam in Kirchen feiern können. Das trifft mitten ins protestantische Herz.

Aber jetzt geht es um Grundlegendes. Es geht um Fürsorge, Lebensschutz und Solidarität – Werte, für die nicht zuletzt der christliche Glaube steht.

Nach Beratung mit den Superintendentinnen und Superintendenten der Evangelischen Kirche im Rheinland empfiehlt das Landeskirchenamt:

Offene Kirchen

Wir wissen um den Wert von offenen Kirchen, die Menschen gerade in Krisenzeiten zu Einkehr und Gebet aufsuchen können. Aber angesichts von Ausgangssperren und Einlassbeschränkungen zu Geschäften, wie es sie anderenorts bereits gibt, scheint es uns sinnvoll, Kirchengebäude für den Publikumsverkehr zu schließen, um Infektionsmöglichkeiten weiter zu minimieren. Dies empfehlen wir den Kirchengemeinden ausdrücklich.

Umsetzung in Hilden:

Die Kirchengemeinde Hilden hält sich an diese Vorgaben und öffnet die Kirchen vorerst nicht. Wir laden aber ausdrücklich zu persönlichem Gebet zu bestimmten Zeiten ein.

Eine andere Form der Gemeinschaft soll sich jeden Abend um 19.30 Uhr bilden. Wer mag, kann für eine Viertelstunde ein Licht in ein Fenster stellen und sich zu einem persönlichen Gebet und einem Vaterunser zurückziehen.

Wir bitten darum, gerade für alle im Gesundheitswesen aktiven Menschen zu beten, ebenso wie für die Verängstigten und Erkrankten.

Schließlich bieten wir auf dieser Website regelmäßig kleine Andachten mit einem geistlichen Impuls an, der Sie zuhause und unterwegs durch den Tag tragen soll.

Trauerfeiern/Bestattungen

Für Trauerfeiern/Bestattungen gibt es regional offenkundig noch recht unterschiedliche Einschränkungen. Wir empfehlen, dass in Friedhofskapellen und Trauerhallen keine Trauerfeiern mehr abgehalten werden. Stattdessen soll es ohne einen vorherigen Trauerzug am offenen Grab die Zeremonie geben, an der maximal zehn Personen teilnehmen dürfen. Es ist eine gute Idee, mit allen, die jetzt nicht an Bestattungen teilnehmen können, später im Jahr noch einmal einen Gottesdienst zu feiern.

Umsetzung in Hilden:

In Hilden gibt es konkrete Vorgaben der Stadt (s. unter www.hilden.de/corona), die auch die Kirchengemeinde einhält. Wir entwickeln gerade Ideen und Konzepte, wie Trauergottesdienste mit der Erinnerung an Verstorbene später im Jahr angeboten werden können.

Konfirmationen, Trauungen und Taufen

Die EKD-Gliedkirchen sind übereingekommen, die Konfirmationen zu verschieben. Schon in der vergangenen Woche haben wir den Presbyterien empfohlen, dass sie nach Ausweichterminen nach den Sommerferien suchen. So schaffen wir für die Konfirmandinnen und Konfirmanden mit ihren Familien relative Planungssicherheit. Von der Aussetzung der Gottesdienste sind auch Trauungen und Taufen betroffen. Sie müssen verschoben werden.

Umsetzung in Hilden:

Die Pfarrerinnen und Pfarrer haben Kontakt mit den betroffenen Familien aufgenommen und Vorschläge unterbreitet, wann alternative Termine angeboten werden können.

Einführung der neugewählten Presbyterinnen und Presbyter

Nach Beratung mit den Superintendentinnen und Superintendenten hat das Kollegium des Landeskirchenamtes heute Vormittag einen Auslegungsbeschluss gefasst, auf dessen Grundlage die notwendige Einführung der neugewählten Presbyterinnen und Presbyter, die am 22. bzw. 29. März in den obligatorischen Gottesdiensten hätte stattfinden sollen, vollzogen werden kann. Die dafür zuständigen Kreissynodalvorstände werden jetzt jeweils diese Beschlüsse fassen und die Gemeinden über das Verfahren informieren. Zudem werden wir rechtssichere Regelungen schaffen, um die Ämter der Presbyterien besetzen zu können.
 
Umsetzung in Hilden:

Das Presbyterium in Hilden ist seit dem 19.März 2020 rechtskräftig und damit handlungsfähig. Neue Presbyter*innen haben Ihr sog. Gelübde abgelegt und die anderen wurden an ihr Gelübde erinnert, so wie es die Kirchenordnung vorsieht. Eine feierliche und offizielle Einführung im Rahmen eines Gottesdienstes wird nachgeholt. Zur Zeit werden von der Kirchenleitung Überlegungen angestellt, wie man demokratische Beschlüsse fassen kann, ohne sich dafür ‘körperlich’ zu versammeln.