Gruppenbild Konfifahrt 2021

Konfirmierte auf Tour
in Neuemühle

Leon (14):Mir hat dieses Wochenende als nachträgliche Konfifahrt sehr viel Spaß gemacht und ich konnte viele neue Freundschaften schließen oder neu aufleben lassen.“

Es war fest versprochen. Den Mädchen und Jungen, die wir im April und Mai in der Erlöserkirche konfirmiert haben. Mussten sie in ihrer Unterrichtszeit doch auf so vieles verzichten oder anders als sonst üblich lernen. So fiel auch die gemeinsame Fahrt dem Coronavirus zum Opfer.

Deshalb das Versprechen: Sobald die Pandemielage es erlaubt, wollen wir die Konfirmierten zu einer Wochenendfreizeit in unser Jugendlandheim Neuemühle bei Wermelskirchen einladen. Und nun war es endlich soweit.

12 Jugendliche machten sich mit Susanne Beckers und Udo Damrich auf den Weg ins Bergische Land. Alle waren sehr gespannt und auch ein wenig aufgeregt. Schließlich hatten sich viele seit der Konfirmation nicht mehr gesehen. Ob sich die Gruppe wieder zusammenfindet? Werden wir uns verstehen? Was soll da eigentlich gemacht werden? Mit diesen Gedanken im Herzen bestiegen wir den Bus, der uns nach Wermelskirchen brachte.

In Neuemühle angekommen, wurden wir von Sarah Wichterich, der Hausleiterin, herzlich begrüßt. Und bald war klar, wer mit wem das Zimmer teilen wollte. Also schnell auspacken und die Betten beziehen, denn es roch schon nach dem Abendessen.

Als alle satt waren, trugen wir zusammen, welche Wünsche es für das Wochenende gibt. Ganz oben auf der Wunschliste stand eine Nachtwanderung am Samstagabend. Auch die Aussicht auf reichlich Regen am Tag und dem damit unvermeidlichen Matsch auf den Waldwegen, konnte die Abenteuerlust nicht bremsen. Ebenfalls gewünscht wurde ein Geländespiel.

Den restlichen Freitagabend verbrachten wir dann mit Singen und Spielaktionen. Und um Mitternacht kehrte, wie verabredet, Nachtruhe ein. Na ja, zumindest weitgehend. 😉

Felix (14): „Besonders hat mir die Ausgewogenheit zwischen Spielen im Gemeinschaftsraum und der freien Auswahl einer Beschäftigung (mit den anderen Konfirmierten) gefallen. Außerdem wurde fast ausschließlich auf unsere Wünsche eingegangen und nicht nur einfach ein festes Programm durchgezogen.“

Am Samstag starteten wir nach dem Frühstück mit dem Geländespiel. Der Wald hinter dem Haus bot ein ideales Spielfeld dafür. Und bald bemühten sich zwei Teams darum, mit strategischen Überlegungen die Flagge der jeweils anderen zu erobern.

Nachmittags kam Pfarrerin Schüller aus Hilden nach Neuemühle. Die Gruppe machte sich daran, auf dem „Bibelparcour“ das Buch der Bücher näher zu erforschen. Verschiedene Übersetzungen des gleichen Textes, Erkundung von Texten in einer unbekannten Sprache oder auch die Veränderung einer Geschichte durch reines Weitererzählen waren Spuren, denen es zu folgen galt. Über manche Ergebnisse haben wir gestaunt und über andere herzlich gelacht.

Abends dann feierten wir gemeinsam einen Abendmahlsgottesdienst. Im Mittelpunkt stand die Zusage: „Du bist ein geliebter Mensch“. Das wurde in Brot und Wein erfahrbar. Und war gleichzeitig eine Wegzehrung.

Denn trotz des Regens, der zwischen Mittag- und Abendessen gefallen war, sollte die Nachtwanderung unbedingt stattfinden. Es wurde eine spannende Stunde im Wald des Eifgentals. Die Wege hielten einige Matschstellen bereit; manchmal endeten sie unverhofft, weil ein umgestürzter Baum sie versperrte. Die Umwege durch unbekanntes Gelände waren eine Herausforderung. Doch gemeinsam haben wir es geschafft. Nebenbei trotzten wir auch den unheimlichen Gestalten, die sich hie und da am Wegesrand bemerkbar machten.

Als wir wieder in Neuemühle ankamen, erzählten nicht nur die Schuhe von den Abenteuern, die wir bestanden hatten.

Marcel (14): Die Nachtwanderung war super, ich würde gerne nochmal auf ein Wochenende fahren!

Am Sonntagvormittag gab es noch eine interessante Spielrunde unter dem Motto „Nutze die Chance“, bei der der eigene Erfahrungshorizont noch einmal erweitert werden konnte. Und nach dem Mittagessen mussten wir bereits wieder die Heimreise antreten. Wie schnell doch die Zeit vergangen ist. Leon fasste zusammen, was viele gedacht haben: „Ich würde es jederzeit gerne wiederholen!“

Nach der Freizeit erreichte mich noch die Nachricht einer Familie, über die wir als Organisatoren dieser Fahrt uns sehr gefreut haben:

„Unsere Tochter fand es richtig toll und ist absolut positiv gestimmt wieder zu Hause angekommen. Gerade in den letzten 1,5 Jahren fehlte den Jugendlichen so viel an gemeinsamen Unternehmungen, Kontakten und Freundschaften und davon konnten sie nun endlich wieder etwas nachholen und die Gemeinschaft erleben. 

Vielen Dank, dass Sie den Jugendlichen durch die Konfifahrt ein Stück Normalität und das Gefühl für Gemeinschaft zurückgebracht haben und die Kinder ein so schönes Wochenende zusammen hatten.“

Darauf antworte ich gerne, auch im Namen von Susanne Beckers und Pfarrerin Schüller,: „Danke, dass Ihr dabei gewesen seid. Es war uns eine große Freude!“.

Text:    Udo Damrich

Fotos: Susanne Beckers

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