Osterei und schokohase

Ostern länger feiern

Womöglich finden Sie noch ein nicht entdecktes Osterei oder einen Schokoladenhasen, aber gefühlt ist es bei vielen schon wieder ziemlich lange vorbei, dass früh auf dem Friedhof die Posaunen mit Osterchorälen den Sieg des Lebens über Tod verkündet haben. Dabei hat die Osterzeit erst gerade angefangen und nicht schon kurz nach Weihnachten wie in den Supermärkten.

Immerhin erinnert dort noch das Cover eines dem christlichen Glauben oft mehr als skeptisch gegenüberstehende Nachrichtenmagazin an den Auferstandenen, das zu Weihnachten und zu Ostern gern Kirchenkritisches in der Titelstory hat. Dieses Mal wird über Archäologen in Jerusalem auf den Spuren Jesu berichtet, die viele biblische Berichte bestätigen, mit der Quintessenz in der Überschrift: „Mit modernsten Geräten werten Forscher Indizien aus – ihre Erkenntnisse können Skeptikern nicht gefallen.“

Archäologische Beweise für Jesu Auferstehung sind natürlich nicht zu finden, sein leeres Grab ist es ja auch nicht. Dass z.B. Paulus in einem seiner Briefe später an über 500 Menschen erinnert, die den auferstandenen Jesus gesehen haben, und daran, dass die meisten der Augenzeugen mehr als ein Dutzend Jahre danach noch leben, macht die eigentlich unglaubliche Auferweckung von den Toten aber ziemlich glaubwürdig. Ob die Sache Jesu weitergegangen wäre, wenn er nicht wieder lebendig geworden wäre, ist auch eher fraglich.

Wie gut, dass wir durch Jesus die Hoffnung haben dürfen, dass mit dem Tod nicht alles aus ist und Christen sich nie zum letzten Mal sehen, weil wir bei ihm auf ein Wiedersehen hoffen dürfen – das wird ein längeres Osterfest.

Auf ein Wort in der Rheinischen Post vom 02.03.2018 von Pfarrer Hanno Nell der evangelisch-reformierten Kirchengemeinde Gruiten.

Wiederabdruck mit Erlaubnis des Autors.

Foto: Pixabay CC0

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