Bewahrung der Schöpfung

Schöpfung bewahren – eine Aufgabe der Gemeinde

Zum Schöpfungsmonat September ist hier schon viel geschrieben worden. Noch mehr wurde in Gottesdiensten und Veranstaltungen gesagt.

Manch eine oder einer mag sich gesagt haben: da reden die Kirchen wieder über die Bewahrung der Schöpfung und nehmen uns in die Pflicht weniger CO2 auszustoßen und teuren Öko-Strom zu kaufen. Aber was tun sie selbst?

In der evangelischen Kirchengemeinde Hilden wird bei Baumaßnahmen und beim täglichen Verbrauch tatsächlich darauf geachtet, dass Gottes Wille, die Schöpfung zu erhalten, erfüllt wird. Wie bei allen anderen auch, kann das nur in kleinen Schritten erfolgen.

Konkret heißt das, dass die Erlöserkirche und das angeschlossene Gemeindezentrum mit einer Holzpellet-Heizung beheizt werden. Hier wurde auf die Nachhaltigkeit beim Heizstoff geachtet. Das Gemeindezentrum Friedenskirche hat ein kleines Blockheizwerk im Keller, das als Überschuss Strom produziert. Dieser wird wiederum in das Stromnetz eingespeist.

Bei Renovierungen wird auf ökologisch verträgliche Varianten geachtet. Die neu installierten Lampen haben alle LED-Qualität, leuchten mehrere tausend Stunden und sparen Strom, ohne die Lichtqualität zu beeinträchtigen. Denn das Gesangbuch sollte man in der Kirche schon lesen können.

Und die Reformationskirche? Daran muss noch gearbeitet werden. Genau so wie an der Installation von Solaranlagen auf geeigneten Flachdächern. Gerade bei Bauangelegenheiten kann es etwas langsamer vorangehen, weil die Gemeinde von Ehrenamtlichen geleitet wird. Diese haben nicht immer Zeit, gleich ganz große Bauvorhaben zu stemmen.

Ganz im evangelischen Sinne, das den Einzelnen mit berücksichtigt, wird in den Gemeindezentren Bio-Fair-Trade Kaffee ausgeschenkt. Hier haben wir die Sicherheit, dass dem einzelnen Kaffeebauern ein fairer Preis für seine Arbeit gezahlt wird.

Nach dem gleichen Motto bieten zwei Weltläden am Sonntag nach dem Gottesdienst fair gehandelte Waren an.

Natürlich kann das Ökologiekonzept immer wieder weiter entwickelt werden. Dies wird auch sukzessive getan. Falls Sie eine Idee haben, wie die Kirchengemeinde weiter und besser ökologisch handeln und das Geld der Kirchensteuerzahler zum Wohle aller anwenden kann, schreiben Sie uns Ihre Meinung.

Cornelia Soldat

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