Maßband auf Betonboden

Die sieben Gottesdienstkriterien

Im Jahr 1999 wurde ein sog. “Evangelisches Gottesdienstbuch” veröffentlicht. Darin einigten sich (fast) alle Evangelischen Kirchen in Deutschland auf Grundlagen für das Feiern von Gottesdiensten. Im Jahr 2020 gab es eine erneuerte Auflage. Die folgenden Kriterien wurden unverändert belassen und bilden das Grundgerüst, an dem sich Evangelischer Gottesdienst messen lassen muss. Auch hier in Hilden.

Ihr Pfarrer Ole Hergarten

1) Der Gottesdienst wird unter der Verantwortung und Beteiligung der ganzen Gemeinde gefeiert.

2) Der Gottesdienst folgt einer erkennbaren, stabilen Grundstruktur, die vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten offen hält.

3) Bewährte Texte aus der Tradition und neue Texte aus dem Gemeindeleben der Gegenwart erhalten den gleichen Stellenwert.

4) Der Evangelische Gottesdienst steht in einem lebendigen Zusammenhang mit den Gottesdiensten der anderen Kirchen in der Ökumene.

5) Die Sprache darf niemanden ausgrenzen; vielmehr soll in ihr die Gemeinschaft von Männern, Frauen, Jugendlichen und Kindern sowie von unterschiedlichen Gruppierungen in der Kirche ihren angemessenen Ausdruck finden.

6) Liturgisches Handeln und Verhalten bezieht den ganzen Menschen ein; es äußert sich auch leibhaft und sinnlich.

7) Die Christenheit ist bleibend mit Israel als dem erstberufenen Gottesvolk verbunden.

Foto: Unsplash, Annie Spratt, CC0 Lizenz

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