Reformationskirche Hilden von oben

Baufortschritt an der Reformations­kirche

Seit dem 18.04.2017 wird die Reformationskirche von innen und außen saniert, renoviert und umgebaut. Außen wird der Mörtel am Turm erneuert. Innen werden Altar, Lesepult und Taufbecken ersetzt.

Spendenbanner für den Turm der Reformationskirche
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Erläuterungen zum Spendenbanner für den Turm der Reformationskirche
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Noch einmal geschlossen

Für einige Restarbeiten wird die Reformationskirche vom 16.10.2017 bis voraussichtlich 28.10.2017 noch einmal geschlossen. Es wird noch einmal gestrichen, und der Schiefer im Kirchenschiff wird eingeölt. Damit die Farbe trocknen kann und die Ölung in den Boden einziehen kann, ist es besser, wenn niemand die Kirche betritt.

Hierzu werden die Schlösser an den Türen wieder gegen Bauschlösser ausgetauscht, so dass niemand die Baustelle betreten kann und deshalb auch keine Unfälle passieren können.

Die Schulgottesdienste, die sonst in der Kirche statt finden, fallen in dieser Zeit aus oder werden in die Friedenskirche am Molzhausweg verlegt.

Zum Reformationsfest am 31.10. soll die Reformationskirche innen fertig renoviert sein. Nur die Orgel bleibt noch eingepackt, denn die Turmarbeiten verursachen noch Staub. Dieser könnte das empfindliche Instrument beschädigen.

Am Reformationstag soll ein großer Festgottesdienst zur Reformation in der Reformationskirche statt finden. Schauen Sie einmal vorbei und bewundern Sie die fertigen Arbeiten.

Jetzt kommt es raus

Im Jahr 1901 hat man den Putz von der Reformationskirche geschlagen. Man fand, dass die Bruchsteinoptik mittelalterlicher wirkte. Für heutige Betrachter ist das kaum mehr verständlich. Und Architekturhistoriker schütteln sich natürlich erst recht.

Heute wird die Bruchsteinoptik aus historischen Gründen erhalten. Sie zeigt, wie man sich um 1900 eine mittelalterliche Kirche vorstellte. Deshalb arbeiten die Steinmetze so vorsichtig und wird ein gefärbter Mörtel tief zwischen die Bruchsteine gespritzt. Am Ende der Arbeiten soll man nichts von der Sanierung sehen.

Während der Arbeiten am Turm sind jedoch an versteckter Stelle Reste des Putzes erhalten geblieben und nun gefunden worden. Jetzt kommt raus, dass da jemand schlampig gearbeitet hat.

Außerdem stellt sich heraus, dass der Putz zartrosa angestrichen war. Vielleicht wurde er deswegen entfernt?

Hinter den Zifferblättern der Turmuhr an der Reformationskirche fand sich der Putz, der die Kirche bis ca. 1901 vor Nässe schützte.Seine Farbe erstaunt und lässt darauf schließen, dass die heutige Reformationskirche einmal zartrosa angestrichen war.
Hinter den Zifferblättern der Turmuhr an der Reformationskirche fand sich der Putz, der die Kirche bis ca. 1901 vor Nässe schützte. Seine Farbe erstaunt und lässt darauf schließen, dass die heutige Reformationskirche einmal zartrosa angestrichen war.

Baumangel entdeckt

Bei den Restaurierungsarbeiten am Turm der Reformationskirche wurde ein Baumangel entdeckt, der noch aus dem 17. Jahrhundert stammt. Beim Neuaufbau des Turmes in den Jahren 1695 bis 1698 wurde ein Eisenring rings um den Turm in das Mauerwerk eingefügt. Da der Turm bis ca. 1901 von außen im oberen Teil verputzt war, konnte keine Feuchtigkeit eindringen. Der Eisenring stabilisierte den Turm, der Putz schützte den Ring.
1901 entschied man, dass die verputzte Reformationskirche nicht dem Aussehen entsprach, das man von einer mittelalterlichen Kirche haben wollte. Deshalb wurde der Putz an der gesamten Kirche entfernt. So entstand die heutige Optik der Bruchsteinkirche.
Durch das Abschlagen des Putzes drang an der Südseite Feuchtigkeit ein und ließ das Eisen über ein Jahrhundert lang durchrosten. Um den Mangel zu beseitigen, muss nun eine Tiefenbohrung einmal quer durch den Turm erfolgen, um neue Anker aus Edelstahl zu befestigen. Der alte verrostete Anker wird vorsichtig Stück für Stück entfernt.

Auf die Kirchengemeinde kommen nun fast verdoppelte Kosten hinzu, um den Turm auch als Wahrzeichen der Stadt für die nächsten Jahrhunderte zu erhalten.

Lesen Sie auch den Bericht in der Rheinischen Post vom 22.09.2017.

Wer Augen hat zu sehen, der sehe, wer Ohren hat zu hören, der höre …

So steht es im Markus-Evangelium im 8. Kapitel, Vers 8. Mit diesem Spruch hat Jesus Christus die Erklärung eines Gleichnisses eingeleitet. In der Reformationskirche bekommt er eine moderne Bedeutung.

Denn die Kirche ist im Innern fast zu Ende renoviert. Nur der Boden des Kirchenschiffes wird demnächst noch eingeölt.

Zu sehen ist jetzt viel, weil die neuen Leuchten eingestellt sind. Sie bringen die Rundungen der Bögen besonders gut zur Geltung. Das Ergebnis ist sehenswert. Wer Augen hat zu sehen, der komme in die Kirche und sehe.

Zu hören ist nun auch viel, weil die akustische Anlage bereits eingestellt ist. Sie lässt auch Menschen mit schlechten Hörgeräten wieder an allen Orten der Kirche hören. Wer also etwas hören will, der komme am besten am Sonntag in den Gottesdienst. Da gibt es Gesang, Musik und gute Gedanken.

Um 10.30 Uhr kann man sehen und hören und vielleicht noch etwas schmecken – am 24.9. gibt es im Anschluss an den Gottesdienst Kirchenkaffee und die Möglichkeit, mit Menschen ins Gespräch zu kommen.

Was für ein Schrecken!

Die Maler, die die Reformationskirche von innen angestrichen haben, haben teilweise richtig große Risse oben in den Gewölben entdeckt. Das gab einen Schrecken bei den Verantwortlichen der Gemeinde! Kommt etwa die Decke herunter? Ist nicht nur der Turm marode?

Gut, dass die Hebebühne für die Maler noch in der Kirche war. So konnte ein Statiker nach oben ins Gewölbe fahren und nachschauen, was es mit den Rissen auf sich hat. Er konnte Entwarnung geben: zwar sind Risse in der Farbschicht, aber das gemauerte Gewölbe ist völlig in Ordnung und hält auch weiterhin. Ein Riss wurde fachmännisch zugeschmiert, der Rest ist zwar da, aber fest und sicher.

Wäre ja auch noch schöner, wenn der Gemeinde am Sonntag beim Singen der Putz auf den Kopf bröckelte…

Ufos in der Kirche? Nein, somndern die neue Beleuchtung im Hauptschiff der Reformationskirche
Das Gewölbe hat zwar Risse im Putz, hält aber-

Halb fertig

Reformationskirche innen, 10.09.2017
Zwei Presbyter betrachten kritisch den Zustand der Reformationskirche am Morgen des Gemeindefests, 10.9.2017.

Pünktlich zum Gemeindefest am 10. September 2017 ist die Kirche halb fertig. Der Innenausbau ist weitgehend abgeschlossen, die neuen Lampen hängen, die Tonanlage ist installiert, der Schieferboden im Altarraum ist bereits geölt (und entsprechend rutschig).

In der nächsten Woche folgt die Feinarbeit: die Lampen werden eingestellt, auch das Kirchenschiff wird gereinigt, der Boden geölt, und die ganzen Detailarbeiten durchgeführt, für die bis jetzt noch keine Zeit war.

Im Altarraum fehlen noch die Prinzipalstücke – Altar, Taufbecken und Lesepult. Im Moment behelfen wir uns hier mit einem einfachen Tisch und dem alten Taufbecken.

Während des Gemeindefests konnten sich viele Besucher schon die fast fertige Kirche von innen ansehen. Die Turmsanierung wird allerdings noch einige Zeit dauern.

Ufos in der Kirche?

Nein, es sind die neuen Lampen im Hauptschiff, die sowohl das Licht an die Decke als auch auf den Boden richten können. Alles ist fertig montiert.

Ufos in der Kirche? Nein, somndern die neue Beleuchtung im Hauptschiff der Reformationskirche
Neue Beleuchtung im Hauptschiff der Reformationskirche

Leider ist während der Reinigungsarbeiten irgendwo Wasser eingedrungen, und beim Einschalten des Lichtes flogen die Sicherungen raus. Dieser Fehler wurde jedoch von den Fachleuten schnell behoben. Seit Anfang September können wieder Trauungen und Gottesdienste in der Kirche statt finden.

Der Boden des Altarraums glänzt schwarz und neu. Er wurde eingeölt. Der Schiefer bekommt dadurch seine tiefschwarze Farbe zurück, wird aber im Laufe der Zeit wieder ausbleichen.

Ein Mitarbeiter oelt den Schieferboden in der Apsis (Altarraum) der Reformationskirche
Arbeiter ölt den Schieferboden in der Apsis (Altarraum) der Reformationskirche

Die neuen Altarmöbel kommen erst später. Sie werden extra angefertigt, und das dauert seine Zeit. Zur Zeit behilft sich die Gemeinde mit einem Tisch, um den herum das Abendmahl gefeiert werden kann. Dies ist bei Evangelischen ohne Weiteres möglich.

 Akustik-Anlage

Die Akustik-Anlage ist installiert und auf dem neuesten Stand der Technik. Die Lautsprecher werden speziell für den Kirchraum eingestellt. Dabei gibt es verschiedene Szenarien. Neben dem ‚Normal-Gottesdienst‘ kann die Anlage z.B. auch den übervollen Gottesdienst zu Weihnachten oder zur Konfirmation beschallen. In den sehr speziellen Adventsandachten kann sie für den intimen Gottesdienstraum heruntergepegekt werden. Auch an Musiker mit modernen Endgeräten wurde gedacht und die Anlage auch dafür vorbereitet.

Die neue Lautsprecheranlage in der Reformationskirche wird durch Tontechniker professionell eingestellt, um bestmögliche Hörergebnisse zu ermöglichen.

Foto: Einstellen der Anlage mit Laptop

Kirchenmäuse im Turm der Reformationskirche?

In den alten Steinen des Kirchturms in knapp 20 Meter Höhe finden sich kleine Löcher. Aber es haben nicht etwa kleine Nagetiere mit harten Zähnen Löcher in den Stein gebohrt, sondern die Steinmetze. Bis über einen Meter tief gehen die Bohrlöcher.

Hier werden Anker aus Edelstahl in das Mauerwerk eingebracht und mit einem speziellen Beton verpresst. Durch diese Maßnahme soll eine größere Stabilisierung des Turms erreicht werden.

Schon in früheren Zeiten wurden solche Anker gesetzt, um das Mauerwerk stabil zu halten. Mit den verschiedenen Formen haben sich die heute nicht mehr bekannten Handwerksmeister ein Zeichen gesetzt.

Denkmalgerechtes Puzzeln

Das Kirchenschiff der Reformationskirche besteht aus behauenen Säulen und Bögen, die die Decke tragen. Zwischen diesen behauenen Steinen befinden sich Bruchsteinwände. Hier wurden mehr oder weniger wahllos Steine mit Mörtel zusammen gefügt. Dies ist von außen sehr gut zu sehen.

Der im 17. Jahrhundert eingestürzte Turm wurde ebenfalls in dieser Bruchstein-Mörtel-Technik wieder errichtet.

Im Innern der Kirche sind die Bruchsteinwände inzwischen weiß verputzt. Dies bringt die Säulen und Bögen besonders gut zur Geltung. Sie bestehen aus Trachyt, einem Stein, der am Berg Drachenfels in der Nähe von Bonn gewonnen wurde. Aus den Steinbrüchen am Drachenfels konnte man die Steine sehr gut über den Wasserweg Rhein transportieren.

In den 1960er Jahren wurde zur Montage der schmiedeeisernen Kanzel ein Trachytstein aus einer der Säulen am Altarraum gebrochen. Hier ist nun ein unschönes Loch entstanden, das nicht so einfach geschlossen werden kann.

Der Steinbruch am Drachenfels ist schon lange geschlossen. Trachyt ist im Handel gar nicht mehr verfügbar. Was also tun?

Gut, dass der Mörtel am Turm brüchig ist und gerade saniert wird. Für das Flickwerk im Inneren kann ein Trachytstein benutzt werden, der bei den Arbeiten am Turm entfernt wird. Der Trachytstein vom Turm wird nun von Steinmetzen aufgearbeitet und hoffentlich so in die Säule eingesetzt, dass sie aussieht wie ursprünglich.

Vielleicht wird aber von nun an zu sehen sein, wo früher die Kanzel eingebaut war. Die neue Kanzel wird frei stehen und für bestimmte Zwecke beiseite geräumt werden. Es lohnt sich also, beim Betreten der Kirche den Altarraum genau in Augenschein zu nehmen, ob etwas von den früheren Einbauten zu sehen ist.

Bodenpflege

Der Schieferboden der Kirche ist wieder fest verlegt und wird vor der Wiederbenutzung der Kirche noch eine besondere Pflege erhalten. Er wird eingeölt, damit der Schiefer schön glänzt und er der Benutzung durch die Kirchengemeinde wieder gut stand hält. Auf dem Boden werden nach einem Großputz auch die Kirchenbänke wieder angeschraubt.

Es wird gemalert

Die Reformationskirche wird innen mit spezieller Farbe gestrichen
Die Reformationskirche wird innen gestrichen. Dies geschieht mit spezieller Farbe, die dem Denkmalschutz entspricht.

Die Maler sind in der Reformationskirche unterwegs und streichen den Altarraum. Gestrichen wird mit einer denkmalgerechten Kalkfarbe. Schwindelfreiheit ist ganz offensichtlich eine Grundvoraussetzung für die Arbeit.

Auf diese Weise werden die Spuren der Kabelkanäle verdeckt, die teilweise in die Wand eingelassen werden mussten. Gleichzeitig werden weitere Lampen möglichst so eingepasst, dass sie nicht zu sehen sind.

Die akustische Anlage wird eingebaut

Da sowieso schon einmal Kabel in der Kirche gezogen werden mussten und schmutzige Umbauphasen angekündigt wurden, hat das Presbyterium der Kirchengemeinde beschlossen, auch die akustische Anlage erneuern zu lassen.

Die teilweise aus den 60er Jahren stammende Hörgeräteschleife ist für heutige Hörgeräte nicht mehr zeitgemäß. Unter den älteren Gemeindemitgliedern mehrte sich der Unmut, dass im Gottesdienst die Predigt und die Gebete nicht ordentlich zu verstehen waren. Eine neue Hörgeräteanlage soll zusammen mit einer neuen Mikrofonanlage nun modernen Hörgewohnheiten entsprechen.

Auch hier hat sich die Gemeinde entschieden, die modernste Anlage einzubauen, da in denkmalgeschützten Kirchen nicht immer alles so schnell erneuert werden kann wie zu Hause im Wohnzimmer. Die Anlage soll schon länger als zehn Jahre halten und zeitgemäß sein.

Hierzu werden rechts und links am Ostende der Seitenschiffe zwei große Schränke eingebaut. In diesen befinden sich zwei Bass-Boxen, sogenannte Subwoofer, die dafür sorgen, dass die tiefen Töne in alle Ecken der Kirche getragen werden. Zusätzlich werden mehrere kleine Lautsprecher eingebaut, die die hohen Töne transportieren. Das menschliche Ohr nimmt die von unterschiedlichen Orten kommenden hohen und tiefen Töne auf und setzt sie gekonnt zu menschlicher Sprache oder Musik zusammen. Auch moderne Hörgeräte sollten dies können, so dass alle Gemeindeglieder wieder alles verstehen können.

Wenn Sie sich die neue akustische Anlage einmal anhören wollen, empfiehlt sich ein Gottesdienstbesuch. Die Termine der Gottesdienste stehen auf der Homepage im Terminkalender. Für nicht mehr so geübte Gottesdienstgänger findet sich hinten im Gesangbuch ein eingeklebter Ablauf, so dass man mit der geübteren Gemeinde mithalten kann und nicht auffällt.

Oder Sie kommen einmal zu einem Konzert in die Reformationskirche. Termine finden Sie ebenfalls auf der Homepage.

Ende August: Es werde Licht

Bald kommen die Beleuchter, die die Kirche neu ausleuchten werden. Das Konzept sieht viel indirekte Beleuchtung der Steinbögen vor, die trotzdem hell genug ist, um im Gesangbuch zu lesen. Die hierzu eingeworbene Firma hat schon öfter ältere Kirchenbauten von innen neu beleuchtet und hat ihre ganze Erfahrung nun für die Reformationskirche zur Verfügung gestellt.

Die Strahler, mit denen gearbeitet wird, werden so unsichtbar wie möglich in Säulennischen eingebaut, so dass die Illusion entsteht, dass die Wände von sich aus leuchten. Der Effekt wird sehr erhaben sein. Kommen Sie zu einem der Abendgottesdienste im Winter, um diese Beleuchtung zu genießen.

Jetzt gibt es erst einmal frische Farbe

Die Elektroarbeiten sind fertig, und alle Beweise, dass sie stattgefunden haben, sind beseitigt. Der Boden der Reformationskirche sieht frisch und neu aus. Nur im Altarraum sind im Fußboden die Container zu sehen, in denen die Steckdosen untergebracht sind.

Nun kann es an den Anstrich gehen. Hierzu wurde ein Gerüst im Altarraum aufgestellt.

Malergerüst in der Reformationskirche, August 2017
2017, August, Innengerüst Reformationskirche, Foto Nicole Hagemann

Ein durchdachtes Kabelwirrwarr

Noch sehen die elektrischen Leitungen in der Reformationskirche aus wie ein riesiges Kabelwirrwarr. Doch die Elektriker haben alles gut durchdacht. Die auf dem neuesten Stand der Technik verlegten Kabel werdenLicht- und Akustikanlagen steuern. Und sogar ein W-LAN-Anschluss kommt in die Kirche.

 

Elektrikermeister Burkhard Jordan präsentiert verschiedene Kabel, die in die Reformationskirche eingebaut werden.
Elektrikermeister Burkhard Jordan weiß genau, welches Kabel wofür gebraucht wird.

Foto: Ole Hergarten (Nur auf der Homepage der Kirchengemeinde Hilden zu verwenden.)

Die neuen Licht- und Akustikanlagen sollen ebenso wie die Internet-Verkabelung dazu beitragen, dass die Gemeinde ihre Gottesdienste medientechnisch neuer und ansprechender gestalten kann. Nach einer Einweisungsphase können die Pfarrerinnen und Pfarrer an der Reformationskirche vielleicht schon noch ansprechendere Weihnachtsgottesdienste gestalten. Spätestens 2018 werden sie die neue Technik jedoch beherrschen.

Risse in der Kuppel

Wie bei jedem Großbau findet sich in der Reformationskirche auch immer noch einiges an Baudeformationen, dem man nachgehen muss und die evtl. behoben werden müssen.

Bei einer Begutachtung wurden in der Kuppeldecke der Kirche und in den Fenstersimsen der der obersten Fenster Risse festgestellt. Nun sollen Fachleute prüfen, ob es sich hierbei um normale Verwerfungen handelt. Hierzu wird ein Statiker kommen, wenn in der Kirche die Gerüste für den Innenanstrich stehen.

Anfang August 2017:

Die Arbeiten in der Sakristei der Reformationskirche werden einfacher als gedacht. Da man zunächst vermutete, dass die 1,40 m dicke Wand wie die Außenmauern der Kirche aus Bruchsteinen besteht, wurde schweres Gerät aufgebaut, um elektrische Leitungen hindurchlegen zu können.

Die Arbeiter waren erleichtert, als sich die Wand unter der Putzschicht als aufgemauerte Ziegelwand entpuppte. Hier kommt man auch mit leichteren Bohrern hindurch.

Die Arbeit an der Turmfassade führt zu immer neuen Entdeckungen. Zum einen werden immer mehr Steine entdeckt, die mit bloßer Hand aus dem Putz genommen werden können.

Eine Hand nimmt einen Stein aus dem Putz der Turmfassade.
Mit bloßen Händen kann man brüchige Steine aus der Mauer des Turms entfernen.

Zum anderen wurde an der Außenfassade ein altes, zugemauertes Turmfenster entdeckt. Dieses wird nun restauriert. So wird sich die Fassade des Turms nach Beendigung der Sanierung doch nicht ganz so zeigen, wie sie vorher war.

Ende Juli 2017:

Die Innenrenovierung schreitet voran. Durch den Kanal im Fußboden der Reformationskirche werden Stromkabel sowie ein Leerrohr verlegt. Das Leerrohr führt hoffentlich dazu, dass in Zukunft nötige Leitungen durch das Rohr geschoben werden können. So muss der ultraharte Schiefer des Fußbodens nicht mehr weiter beschädigt werden.

Das Presbyterium der Kirchengemeinde hat beschlossen, den Einzug der neuen Leitungen auch gleich mit einem neuen Beleuchtungskonzept und einer neuen Akustikanlage zu verbinden. Für die Beleuchtung werden Kabel gelegt. Zusätzlich werden in den Fußboden des Altarraumes sogenannte Bodentanks mit Steckdosen eingebaut. Dies ermöglicht, im vorderen Teil der Kirche elektrische Geräte, z.B. ein Keyboard oder einen Beamer anzuschließen. So können Gottesdienste durch Einsatz moderner Technik modernisiert und ansprechend gestaltet werden.

Das neue Beleuchtungskonzept der Reformationskirche sieht nicht nur neue Lampen vor, die in kreisförmigen Halterungen von der Decke hängen und gedimmt werden können. Zusätzlich sollen die vielen Rundbögen in der Kirche durch indirekte Beleuchtung hervorgehoben werden. Dies soll nicht nur dem Altarraum, sondern auch den Emporen einen romantischeren Anblick geben.

Am besten kommt diese Beleuchtung natürlich abends zur Geltung. Schauen Sie sie sich einmal an und merken Sie sich vor, einmal an einer der Adventsandachten, die Alltags jeden Tag um 18.00-18.10 Uhr statt finden oder an einem der Abendgottesdienste an Heiligabend anzuschauen.

Ein schmaler Kanal für Kabel und Leerrohre führt einmal längs durch den Schieferboden der Reformationskirche. Zur Zeit sieht er noch sehr unaufgeräumt aus.
Der Kabelkanal, der durch den Schieferfußboden führt, sieht im Moment noch sehr durcheinander aus.

Mitte Juli 2017:

Der Bau der neuen Prinzipalstücke geht voran. Das Presbyterium hat im Dezember beschlossen, den Entwurf der gebürtigen Hildener Architektin Maria Hähnichen umsetzen zu lassen. Sie visualisierte für die Apsis der Reformationskirche ultraleichte und durchsichtige Entwürfe für Altar, Taufbecken und Kanzel. Sie bestehen aus Holz und Messing, wobei jeweils eine Birnenholzauflage auf einem Messingständer steht. Das gebürstete Messing verspricht schön auszusehen und noch mehr Licht in den Altarraum zu bringen.

Nun wurden in Hilden ein Messingbauer und ein Holzbauer gefunden, die die Entwürfe umsetzen können. Dass sowohl an der Planung als auch an der Umsetzung gebürtige oder wohnhafte Hildener beteiligt sind, freut natürlich alle.

Nun gilt es, mit der Künstlerin noch Kleinigkeiten für den Gebrauch der Gegenstände abzusprechen. Reagiert das gebürstete Messing der Taufschale mit dem Taufwasser? Wäre es in diesem Zusammenhang besser, die Taufschale von innen noch mit einer Lackschicht zu überziehen? Würde das stören? Muss man das Birnenholz unter der Taufschale durch eine Lackschicht vor tropfendem Taufwasser schützen? Erlaubt die Künstlerin dies oder besteht sie auf einer unbehandelten Version des Holzes?

Sieht sie dies überhaupt als Problem an? Normalerweise wird bei der Taufe ja nicht mit Wasser herumgespritzt. Es wird auch bei den Prinzipalstücken spannend. Bleiben Sie dran!

Als Vorgeschmack hier schon einmal ein Foto des Modells.

Architektenentwurf Prinzipalstücke Reformationskirche 2017

Foto: Ole Hergarten

10. Juli 2017: Ultraharter Schiefer

Die Reformationskirche besteht offensichtlich aus entgegengesetzten Baumaterialien. Am Turm bröckeln Steine und vor allen Dingen der Mörtel, der zu weich ist. (s. unten) Dagegen hat man beim Fußboden für ein Material gesorgt, das allen Baumaßnahmen Widerstand entgegen setzt.

Der Fußboden der Reformationskirche besteht aus Schiefer, das eigentlich ein sehr weiches Material ist. Damit dieser Schiefer nicht von Fußgängern abgeschliffen wird, hat man ihn offensichtlich nachbearbeitet und ultrahart gemacht. Dies bekamen in der letzten Woche die Handwerker zu spüren.

Um den denkmalgeschützten Bau der Reformationskirche so wenig wie möglich zu verschandeln, wurde überein gekommen, die elektrischen Leitungen unter dem Schiefer-Fußboden zu verlegen. Zu diesem Zweck muss ein Kabelkanal durch den Fußboden gelegt werden. Die Handwerker scheiterten nun zunächst an der Härte des Fußbodens. Drei Diamantsägeblätter gingen zu Bruch, als sie versuchten, einen Graben in den Fußboden zu sägen.

Diamantsägeblätter sägen normalerweise auch Stahl. Nun musste zu härteren Sägeblättern gegriffen werden, eine Spezialmischung wurde angefordert, auf die Sägeblätter aufgebracht und getestet. Und siehe da, der Probeschnitt funktionierte. Daraufhin wurde ein Graben von 26 m Länge gesägt, der 8 cm tief ist. Er geht durch den Schiefer, den darunterliegenden Estrich sowie einen Teil des darunterliegenden Betons.

Am nächsten Arbeitstag wurde der Graben bis zum Altarraum verlängert. Hier werden nun die Kabel für Strom sowie die neuen Beleuchtungs- und Beschallungsanlagen fachmännisch verlegt und durch den Fußboden zugänglich gemacht.

Nach Beendigung der Bauarbeiten wird der ultraharte Schiefer wieder verlegt und befestigt. Die neuen elektrischen Anlagen sind dann für die nächsten Jahrzehnte gut geschützt.

 

5. Juli 2017 Das Banner am Turm hängt endlich

Banner am Turm der Reformationskirche Hilden, Foto Stephan KüpperAm 5.7. wurde das Banner am Turm angebracht, auf dem die an der Renovierung beteiligten Gewerke, Architekt und Bauherr aufgeführt sind. Von der Mittelstraße aus sind jetzt auch das neue Logo der Kirchengemeinde und die Adresse der Website gut zu sehen.

Anfang Juli: Nun wird es staubig

Die Elektriker sind in der Kirche. Das bedeutet, dass es ab jetzt staubig wird. Natürlich wurde die Orgel luft- und staubdicht verpackt. Auch die Kirchenbänke werden entfernt, bzw. ordentlich verpackt. Denn die Elektriker erneuern die gesamten Leitungen in der Kirche.

Diese Arbeit ist bitter nötig, denn auch von den älteren Gemeindemitgliedern konnte sich niemand daran erinnern, wann die Leitungen eigentlich das letzte Mal erneuert wurden. Elektrische Leitungen nach neuestem Standard setzen die Brandgefahr deutlich herab. Deshalb wird der Umbau des Altarraums auch für eine Erneuerung der Leitungen genutzt.

Dies ist natürlich schwierig, denn die Kirche steht unter Denkmalschutz. Hier kann man nicht einfach wie zu Hause eine Leitung in die Wand legen. Auf der Wand sehen die Leitungen aber auch nicht schön aus. Die pragmatische Lösung, die für die elektrische Anlage gefunden wurde, ist: es geht durch den Fußboden.

Die Leitungen werden unter den Schieferplatten des Fußbodens verlegt. Auch Steckdosen können in den Boden eingelassen werden. So kann denkmalgerecht gebaut werden und trotzdem neueste Technik verwendet werden.

Bis Ende Juni 2017

Die Gerüstbekleidung und das Wetterschutzdach für die Steinmetzarbeiten sind montiert. Nun beginnen die Steinmetze zu arbeiten. Hierzu haben sie ihren eigenen Arbeitsplatz auf dem Parkplatzeingerichtet. Fenster und Türportale sind abgeklebt, und die Taubenvergrämung am Turm ist entfernt worden. Die Steinmetze klopfen nun die Natursteinfassade ab.

Danach wird die Fassade mit Wasser bestrahlt. Hierbei achten die Steinmetze darauf, dass die Kapitelle und Spolien (Teile des alten Turms, die in die Fassade eingemauert wurden) besonders geschützt werden.
Mit den Wasserstrahlern wird brüchiger Mörtel etwa 4 cm tief entfernt. Alter, standfester Mörtel wird erhalten.

Immer wieder begehen Architekten und Steinmetze die Baustelle und schauen sich jedes Stück Mauer ganz genau an. Mit vielen Fotos werden die Arbeiten dokumentiert und kartiert. Am Ende der Arbeiten werden wohl alle Mitarbeitende sämtliche Steine, aus denen der Turm gebaut wurde, einzeln kennen und erkennen.

18. Juni 2017

2017, Reformationskirche letzter Gottesdienst ohne Prinzipalstücke mit Besuchern, HaasHeute wird der letzte Gottesdienst in der Kirche vor dem Umbau gefeiert. Altar, Lesepult und Taufbecken sind schon aus der Kirche entfernt. Aber dies ist kein Hindernis für die Feier eines Gottesdienstes. Wir evangelische Christen können unsere Gottesdienste auch rund um einen normalen Tisch feiern. Dieser wird dann durch unsere Feier zum Abendmahlstisch.

2017, Reformationskirche letzter Gottesdienst ohne Prinzipalstücke, Haas

Dies ist der Grund, warum die Gottesdienste ab dem 25.6. ohne großen Aufwand im Gemeindehaus gefeiert werden können. Ein Tisch ist dort schnell gefunden, Kerzen und Blumen sind vorhanden. Am wichtigsten aber ist die Gemeinde, die sich um diesen Tisch versammelt.

Schauen Sie herein und sehen Sie, wie Gottesdienste zwar improvisiert aussehen aber trotzdem berührend sein können.

14. Juni 2017

Reformationskirche ohne PrinzipalstückeDie alten Prinzipalstücke, also Altar, Lesepult und Taufbecken, wurden aus der Kirche geräumt.

Die schmiedeeiserne Kanzel wird abgebaut und durch ein frei bewegliches Lesepult ersetzt. Das Taufbecken wird für die Zeit der Renovierungsarbeiten zwischengelagert. Es soll zur Gestaltung eines Tauferinnerungsortes herangezogen werden. Der Altar wird in Teilen wiederverwendet. Er soll genutzt werden, um Stelen für den neuen Sternengarten des Hildener Friedhofs zu erstellen. Im Sternengarten sollen tot geborene Kinder, sogenannte Sternenkinder, beerdigt werden.

Im Altarraum kann nun begonnen werden, neue elektrische Leitungen einzuziehen. Hierzu wird in weiten Räumen der Kirche der Fußboden geöffnet. So kann die Kirche denkmalgerecht mit Elektrizität versorgt werden. Am Ende der Bauarbeiten werden die Fußbodenplatten aus Schiefer wieder aufgelegt, und man sieht nicht mehr, wo gebaut wurde. Dann muss nur noch für einen frischen Anstrich gesorgt werden.

11. Juni 2017

Die Gemeinde feiert einen letzten Gottesdienst mit den alten Prinzipalstücken. Es wird sozusagen ein Abschiedsgottesdienst. Denn danach muss auch sie sich an den neuen Anblick des Altarraums gewöhnen.

Haken für Leitern

Beim Aufbau des Gerüstes wurden nicht dokumentierte Haken im Mauerwerk gefunden, die auch nicht sichtbar sind. Sie wurden einmal eingebaut, um es zu ermöglichen, von außen mit Leitern am Turm heraufzusteigen. Gut, dass die Bauwirtschaft inzwischen weiter ist und dass die Steinmetze mit einem Lastenfahrstuhl das Gerüst erklimmen können.

Auf diese Weise ist es auch leichter, Lasten wie das Holz für den neuen Fußboden des Turmzimmers nach oben zu befördern. Es wird durch ein Fenster ins Zimmer gegeben, und niemand muss es mehr die Treppen herauf tragen oder gar auf Leitern in die Höhe klettern.

Das Gerüst reicht bis zu einer Höhe von 16,40 m, da kann man leicht schwindlig werden.

iffernblatt Turmuhr Refo mit Monteuren06.06.2016

Die Turmuhr wird abmontiert und verpackt im Keller des Gemeindehauses gelagert. Die empfindliche Mechanik der Kirchturmuhr von 1888 soll vor Staub, Steinschlag und mechanischen Beschädigungen geschützt werden.

Das Uhrwerk wurde 1888 von J. F. Weule, Bockenem, gebaut. Seit 1998 wird die Uhr sekundengenau über eine Funkuhr gesteuert. Die Zeiger der Uhr sind 60 und 80 cm lang. Die Ziffern sind 25 cm hoch und das Zifferblatt hat einen Durchmesser von 150 cm.

Ende Mai 2017: Turmsanierung

Der Turm ist inzwischen vollständig eingerüstet. Der Mörtel in den Fugen war brüchig geworden, und es kam zu Steinschlag. Nach einer ersten notdürftigen Reparatur wird der Mörtel jetzt erneuert, die Fassadensteine werden auf ihre Festigkeit überprüft und mit neuem Mörtel wieder befestigt.

Der Glockenschlag wurde abgeschaltet, da während des Läutens nicht gearbeitet werden konnte.

Mai 2017: Beginn der Innenrenovierung

Nun wird die Kirche für den Innenumbau vorbereitet. Zuerst wurde die Orgel „eingehaust“, d.h. luftdicht verpackt. Dies ist notwendig, damit kein Staub in das empfindliche, erst im letzten Jahr gründlich gereinigte Instrument eindringt.

Der Einbau neuer Prinzipalstücke wird genutzt, um die Kirche grundlegend im Inneren zu sanieren. Eine neue elektrische Anlage mit neuen Leitungen wird eingebaut und die Beleuchtung und die Tonanlage werden modernisiert.

Neuer Altar, neues Taufbecken, neues Lesepult

Das Presbyterium der evangelischen Kirchengemeinde Hilden hatte im vergangenen Dezember beschlossen, neue Prinzipalstücke – Altar, Taufbecken, Lesepult – für die Reformationskirche in Auftrag zu geben. In diesem Jahr werden die alten Stücke entfernt, um Platz für die neuen zu schaffen. Der Altar, der aus einem einzigen großen Stein besteht, soll im Sternengarten auf dem Friedhof eine neue Verwendung finden.

Die neuen Prinzipalstücke werden von der in Hilden geborenen, inzwischen in Stuttgart ansässigen Architektin Maria Hänichen gestaltet. Sie verleihen dem Innenraum eine zeitgemäße, leichte Atmosphäre. Bei Andachten und Konzerten können sie zur Seite gestellt werden, um den Raum flexibel zu gestalten.

Abschluss der Arbeiten

Bis zum Reformationsjubiläum am 31. Oktober sollen alle Baumaßnahmen abgeschlossen sein. Die Gesamtkosten für Innen- und Außenarbeiten sowie für die neuen Prinzipalstücke belaufen sich auf rund 300.000 Euro und werden aus Mitteln des Haushalts der evangelischen Gemeinde finanziert.

Spenden für die Baumaßnahmen

Der Förderverein der Kirche sammelt Spenden für die Baumaßnahmen. Wer ihn unterstützen will, erhält auf der Internetseite des Vereins der Freunde und Förderer der Reformationskirche sowie telefonisch bei Horst Dieter Bruch, 1. Vorsitzender des Vereins, unter 02103 / 6 33 98 weitere Informationen.

Lesen Sie auch die Beiträge in der Rheinischen Post, 22.04.2017, und dem Hildener Lokalanzeiger, 21.04.2017.

 

Foto: Ev. Kirchengemeinde Hilden